Irgendwie ist es ja schon komisch. An sich ist das Ende eines Jahres nichts besonderes, das neue fängt so oder so an und es geht ja nichts verloren. Dinge, die man im vergangenen nicht geschafft hat kann man problemlos im Neuen machen. Bis auf die letzte Zahl des Datums ändert sich nichts. Aber doch, da ist ein Gefühl als ob etwas verschwindet, sich alles ändert. Aber nein, außer dem Ende der Ferien (am Montag geht es wieder los) ändert sich rein gar nichts. Eigentlich mag ich meine Ausbildung. Aber Ende November, Dezember war so doof und irgendwie bin ich immernoch total energielos. Doofe Mischung, in Null-Bock-Stimmung.
Im Großen und Ganzen war 2010 ein tolles Jahr. Vieles, was eine ganze Zeit lang schief gelaufen ist hat sich wieder eingependelt, ein großer Neuanfang war es. Außerdem hab ich (nicht zuletzt durch Twitter) viele tolle Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte und die echte Freunde geworden sind. Ich kann glücklich sein, ein grandioses Jahr geht zu Ende und das Neue kann nur besser werden. Trotzdem kann ich mich nicht vom Alten lösen, das Gefühl noch etwas tun zu müssen/ wollen lässt mich nicht los. Ich bräuchte einfach noch etwas Zeit. Zeit für mich, für meine Liebsten, Zeit um mit etwas abzuschliessen.
Menschen, die mich beleidigen, über mich lästern nur weil mir etwas Spaß macht kann ich da wirklich nicht gebrauchen. ich bin was zwischenmenschliches angeht empfindlich geworden. Nehme mir Dinge schnell zu Herzen, kann mich noch schneller in Rage reden. Es lässt mich nicht los. Ich habe Angst vor erneuten Enttäuschungen, Angst, dass sich die Vergangenheit wiederholt. ich möchte vor diesen Ängsten wegrennen, aber es geht nicht. So bleibt mir nur die Möglichkeit mich an Wochenende und Ferien zu klammern, aber diese Zeit geht vorbei. Und dann muss ich mich stellen, größtenteils allein...
Neben diesen Ängsten vor der Zukunft freue ich mich aber trotz allem auf das neue Jahr. Es übt eine Faszination aus, bedeutet Älter-werden und gibt die Chance etwas zu ändern, für gute Vorsätze. Und einer davon ist, mehr zu bloggen. Vieles war in Planung, welches nie realisiert wurde. Ich komme einfach nicht dazu. Das Licht stimmt nicht, die Fotos sehen doof aus oder der Tag ist einfach nur der falsche. Das klingt jetzt alles nach ausreden, aber auch wenn ich gerne Blogs lese (selbst da komme ich nicht mehr hinterher, ich lese sehr selektiv, kommentiere so gut wie gar nicht) steht das Schreiben in den Eigenen nicht unbedingt oben auf der Prioritätenliste. Verzeiht es mir, aber die Zeit ist zu kurz, es ist zu viel los und freie Zeit nutze ich für mich, meine Hobbys, Freunde...
Ich wünsche euch ein tolles Jahr 2011, viele neue Erfahrungen (mehr gute als schlechte) und nehmt euch nicht zu viel vor, damit die guten Vorsätze in Erfüllung gehen. Feiert diesen Übergang mit Freunden und Familie und passt auf euch auf, damit wir auch im neuen Jahr zusammen bloggen, kommentieren und twittern können.